Jugend denkt Zukunft

Projekt mit der Firma RWE

 

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Innovationen- Megatrends - Individualisierung - Globalisierung - Marketing - Tops und Flops - diese und viele andere Stichworte schwirrten den 25 Schülerinnen und Schülern durch den Kopf, als sie gestern, am Dienstag, 2.6.08, gegen 15:30 Uhr das Werksgelände von RWE in Niederaußem verließen.

 

RWE war an die Europaschule herangetreten, um ein gemeinsames Planspiel zu organisieren. Thema: Wie sieht unsere Welt im Jahre 2020 aus? Wenn die Teilnehmer ca. 30 Jahre alt sind. Wie werden unsere Familien oder sonstigen Lebensgemeinschaften gestaltet sein, unsere Freizeit, unser Job? Wie sehr haben wir die Zukunft in der Hand? Oder geschehen Dinge mit uns, die wir gar nicht planen können?

 

Die RWE-Besucher am Ende des ersten Tages. Klick auf das Bild, dann wird es groß!

 

Der erste Tag verlief schon recht motivierend: Zwei RWE-Vertreter informierten über das Unternehmen, immerhin den zweitgrößten Energieversorger Deutschlands. Anschließend kam Dr. Anna Kreuzer ins Spiel, Anthropologin. Sie animierte die Teilnehmer zunächst dazu, ihre individuellen Zukunftsphantasien für das Jahr 2020 zu formulieren. Dann ging es über zu globalen Megatrends: Globalisierung, Mensch und Wirtschaft, Individualisierung, Nachhaltigkeit, Demografischer Wandel. In kleinen Gruppen wurden dazu Thesen erarbeitet und am Nachmittag präsentiert. Als begleitender Lehrer war ich ganz stolz darauf, von den RWE-Mitarbeitern als Feedback zu hören: Präsentation könnt ihr ja ganz offensichtlich, dazu können wir euch nichts mehr beibringen...

 

Zum Abschluss zeigten zwei weitere RWE-Mitarbeiter die Zukunft des Unternehmens auf hinsichtlich Energie-Mix, Umsiedlung und Rekultivierung. Dass hier auch die eine oder andere kritische Frage gestellt wurde, z.B. in Hinblick auf erneuerbare Energien, war den RWE-Leuten klar und erbrachte entsprechend versierte Anworten.

 

Das Projekt findet die komplette Woche über statt. Am Freitag gibt es eine Präsentationsveranstaltung mit prominenten Besuchern, unter anderem dem RWE-Vorstandsvorsitzenden Dr. Johannes F. Lambertz, der Kerpener Bürgermeisterin Marlies Sieburg sowie unserer stellvertretenden Schulleiterin Christiane von Freeden. Überrascht reagierten die Teilnehmer auf den Hinweis von Anna Kreuzer: Ich rate euch, eure Kleidung entsprechend dem Anlass zu wählen: Anzug oder zumindest Stoffhose und Sakko für die Jungs, entsprechendes Outfit bei den Mädchen - Ihr habt es mit dem Vorstand eines der größten deutschen Unternehmen zu tun, da geht man nicht in zerrissener Jeans hin... Die Spannung steigt. Wir berichten.

 

Bernd Woidtke