Schutzengelaktion beim Elternsprechtag

brachte viel Spaß und ein besonderes Ergebnis

19.11.09

 

Fotos

 

Gespannt warteten wir auf das Ende der 6. Stunde am 19. November. Nicht nur, weil der Unterricht dann endlich vorbei sein würde, sondern auch weil heute ein ganz besonderer Tag war: Elternsprechtag.

 

Eigentlich erst recht ein Grund, nach Stundenende aus dem Gebäude zu stürzen und zu hoffen, dass die eigenen Eltern nicht doch noch in letzter Sekunde den Informationszettel gefunden haben und ihrem Sohn oder ihrer Tochter deswegen die Hölle heiß machen oder - noch viel schlimmer - einigen Lehrern einen Blitzbesuch abstatten wollen. Doch wir hatten keineswegs vor, die Schule zu verlassen, denn der Grund unserer Aufregung stand unten im Foyer des Gebäudes. Wir waren - um konkret zu werden - die katholischen Schülerinnen und Schüler der Klasse 8.2 und hatten noch Großes vor. Denn wir hatten uns mit unserer Religionsklasse bei Frau Steinmetz, die auch aus den Katholiken der 8.6 besteht, dazu entschlossen, das Hilfswerk "Missio" zu unterstützen. Die Organisation ist ziemlich bekannt, der weinende Engel mit dem abgebrochenem Flügel häufig auf Plakaten zu sehen. Die Leute von Missio wollen den Kirchengemeinden und ihren Mitarbeitern in Asien, Afrika und Ozeanien durch Ausbildung und Hilfen zum Lebensunterhalt ein besseres Leben ermöglichen. Natürlich profitieren noch viel mehr Leute von den durch Spenden finanzierten Neuerungen. Und weil wir die Möglichkeit hatten, Missio bei der Schutzengelaktion (für ein besseres Leben der Aids-Waisen in Afrika) zu unterstützen, wollten wir das auch tun und zwar im Rahmen einer Aktion, in der wir backen - Kekse, Kuchen, alles, was aus Teig besteht - und diese Backwaren dann an möglichst viele Leute verkaufen. Da kam uns der Elternsprechtag natürlich gerade Recht!

 

Die Religionsklassen 8.2 und 8.6; klick drauf, dann werden sie groß!

 

Nach Schulschluss rannten wir ins Foyer, wo unsere Kollegen aus der Nachbarklasse schon fleißig Tische arrangierten, deckten, schmückten und unsere Kuchen und Plätzchen darauf verteilten. Auch unser ehemaliger Religionslehrer Herr Brück war da. Er sorgte für das Wechselgeld und bewachte die Kasse. Schon während wir alles am herrichten waren, hatten sich viele Schaulustige versammelt. Als allerdings endlich alles passend arrangiert war, zerstob die Menge nicht wie befürchtet in alle Richtungen, sondern kaufte uns tatsächlich unsere dargebotenen Backwaren ab! Der Verkauf lief blendend, es kamen immer mehr Leute hinzu und als wir dann erzählten, dass unsere Aktion einem guten Zweck diene, konnten wir uns vor Ansturm gar nicht mehr retten! Immer wieder mussten Sachen neu arrangiert werden, damit sie weiterhin attraktiv aussahen, weil die Leute so begeistert unsere Kuchen kauften. Auch unsere Ablösung war zuverlässig – wir hatten die Arbeit in Schichten aufgeteilt - und pünktlich zur Stelle. Auch, als wir später eine weitere Schicht übernahmen, lief alles blendend. Die Leute kauften, die Kasse füllte sich und wir hatten unglaublich viel Spaß dabei. Am Ende des Tages gingen wir dann alle zwar vor Müdigkeit taumelnd, aber glücklich nach Hause, mit dem Gedanken, dass alles auch noch einem guten Zweck diente. Solche Aktionen sollte man öfter veranstalten, vor allem wenn man bedenkt, dass dabei ca. 350 Euro zusammengekommen sind.

 

Melanie Dorweiler, 8.2