Klasse 7.9

Shakespeare-Festival

14.3.10

 

Fotos der Generalprobe

Lobecke

 

Von Fußball war die Rede, von Liebe und Mord, von Eifersucht, sprechenden Mauern, kichernden Hexen, einem König mit acht Frauen, dem Globe Theatre in Stratford upon Avon, vom debilen King Lear, der seine Töchter verwechselte - das konnte nur eins sein: ein Shakespeare-Festival. Die Klasse 7.9 hatte diesen zauberhaften Abend ins Leben gerufen, organisiert und inszeniert von ihrer Englisch- und Klassenlehrerin Christiane von Freeden.

 

Das Ende einer großen Liebe: Romeo und Julia; Anklicken zum Vergrößern!

 

Wochenlang hatten sie geprobt, in der Umgebung ihres Klassenraumes 220 hörte man in allen Pausen alte englische Lieder wie "Drink to me only with thine eyes" oder "Alas my love you do me wrong", aber auch gefährliche Ausrufe wie: "I shall kill myself, too!!" Vorträge über das Leben Shakespeares, über seine Zeit, den Gestank in London im 16. Jahrhundert, über die Fußballregeln in seiner Zeit, über sein Globe Theatre, über den blutrünstigen König Henry VIII und seine Tochter Elisabeth I wurden einstudiert. Und natürlich auch Auszüge aus verschiedenen berühmten Stücken: Die Hexenszene aus "Macbeth", die Schlussszene aus "Hamlet", die Anfangsszene aus "King Lear", sowie die Handwerkerszene aus dem "Midsummer Night's Dream".

 

Im Mittelpunkt stand eine Kurzfassung aus dem berühmtesten Liebesdrama aller Zeiten: Romeo und Julia. In dieser 45minütigen auf englisch (!!) gespielten Fassung steckt alles drin: akrobatische Fechtszenen, Morde und Selbstmorde, krankhafter Familienzank, Gift und Schlafmittel, Intrigen und Versöhnung. Und total ergreifend: die vergebliche Liebe zwischen Romeo und Julia, die sich über den Streit ihrer Familien hinwegsetzen, daran aber zugrunde gehen. Das Publikum am Freitag Abend sah gebannt zu, wie Till Lenczyk als Romeo und Karishma Herbert als Julia diese großartige Liebesgeschichte spielten, manches Raunen ging durch den Saal, als sie sich in die Arme fielen, und große Trauer breitete sich aus, als beide tot beieinander lagen - großes Theater!

 

Dass eine siebente Klasse ganz nebenbei ein ganzes Shakespeare-Festival auf die Bühne zauberte, ist aller Ehren wert!

 

Bernd Woidtke