Europäische Weihnachtslieder mit dem Streichorchester der Europaschule

7.12.06 

 

Die Fotos von Dana Harring

 

Das Streichorchester unserer Schule hatte für Donnerstag, 7.12. die 5er und 6er-Klassen eingeladen zu einem Offenen Singen in der Aula. Rund 50 Teilnehmer waren anwesend und erlebten einen abwechslungsreichen Streifzug durch Europäische Weihnachtslieder abseits vom mainstream.

 

Obwohl die Lieder durchweg völlig unbekannt waren, klappte das gemeinsame Singen hervorragend. Möglich wurde das einerseits durch den „Ansingechor“, der von einigen Schülerinnen aus der Stufe 5 gebildet wurde. Die jungen Sängerinnen hatten fleißig geübt und konnten von den dargebotenen Liedern zumindest die erste Strophe auswendig präsentieren.

 

Orchesterleiter Klaus Bach (mit dirigierenden Armen) und Reinhard Kloke, dahinter das Orchester

 

Ebenso hilfreich war natürlich die Begleitung durch das Streichorchester, das durch eine Flötenstimme verstärkt wurde. Zu jedem Lied gab es ein Vorspiel, das meist nahtlos in das Lied überging. Hier gelang es dem Orchesterleiter Klaus Bach mühelos, das Publikum an der geeigneten Stelle abzuholen und mit ins Boot zu nehmen. Das fiel ihm umso leichter, weil er sich bestens in der Partitur auskannte. Schließlich stammten alle Liedsätze aus seiner eigenen Feder. Er verfügt allein bei Weihnachtsliedern über einen Schatz von ca. 200 durchkomponierten Liedern, von denen diesmal neun vorgeführt wurden. Die Spannweite reichte von einem russischen „Anheischelied“ (vergleichbar mit: „Hier wohnt ein reicher Mann“ an St. Martin) über ein schwedisches Lied über die dunkle Weihnachtsnacht, in der ein Stern „unvergleichlich sonnenschön“ erstrahlt bis zu einem französischen Liede über Kaspar, Melchior und Balthasar, in dem die drei Könige mehr um ihr eigenes leibliches Wohl besorgt sind („sie sind hungrig wie ein Wolf …“) als um das Geschenk, das sie überbringen sollen.

 

Nach einer Stunde gemeinsamen Musizierens bedankte sich Frau von Freeden, die auch selber mit erkennbarem Vergnügen mitgesungen hatte, herzlich bei allen Mitwirkenden.

 

Reinhard Kloke