Englisch -
Französisch -
Latein -
Spanisch -
Russisch -
Schwedisch -
Italienisch
Englisch als erste Fremdsprache
In allen Klassen 5 wird Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet, in den Ganztagsklassen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit 7 Wochenstunden, in den Halbtagsklassen mit 5 Wochenstunden. In den Klassen 7 und 8 wird Englisch vierstündig, in den Klassen 9 und 10 dreistündig unterrichtet.
In der Oberstufe kann Englisch als
Grund- oder
Leistungskurs (drei- bzw. fünfstündig) gewählt werden.
Bilingualer Zweig Englisch
"Bilingual" bedeutet "zweisprachig". Bilingualer Unterricht" ist also Unterricht in zwei Sprachen; neben dem traditionellen Fremdsprachenunterricht werden auch Teile des Fachunterrichts in der Fremdsprache erteilt, und zwar in der Jahrgangsstufe 7 in Erdkunde, in der Jahrgangsstufe 8 in Erdkunde und Politik, in der Jahrgangsstufe 9 in Erdkunde und Geschichte und in der Jahrgangsstufe 10 in Geschichte und Politik.
Das Ziel des bilingualen Unterrichts ist eine erhöhte Sprachkompetenz in der Fremdsprache, die die Schülerinnen und Schüler befähigt, fachliche Sachverhalte in Lernbereichen wie Wirtschaft, Kultur, Politik und Geschichte in der Fremdsprache zu verstehen und darzustellen. Durch die verstärkte Beschäftigung mit der Fremdsprache ergibt sich eine Stärkung des Wissens über fremde Kulturen. Die Perspektive des anderssprachigen Partnerlandes einzunehmen, das eigene Land für Partner anderer Sprache und Kultur darzustellen, führt zu verstärkter interkultureller Kompetenz.
Bilingualer Unterricht bereitet Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise auf Studium und Berufsleben in einem zusammenwachsenden, jedoch sprachlich und kulturell vielfältigen Europa vor.
In den Klassen 5 und 6 werden im bilingualen Zweig 7 Wochenstunden Englisch unterrichtet; dazu kommen schriftliche Hausaufgaben.
Die Mehrstunden können genutzt werden, um die regulären Lektionen des Englischbuchs zu vertiefen, einmal durch die Erweiterung des dazugehörigen Vokabelschatzes, aber auch durch eine inhaltliche Vertiefung. So kann sich z.B. an ein Kapitel, in dem einige Begriffe für Kleidungsstücke gelernt wurden, ein kleines Projekt "Fashion Design" anschließen, an die Einführung des Themas "Haus und Wohnen" ein kleiner Architektenwettbewerb "My Dream House". Durch die zusätzlichen Stunden für Playtime in Klasse 5 und Project Time in Klasse 6 können solche Projekte ausgebaut werden, Texte können z.B. dialogisiert und in szenisches Spiel umgewandelt werden.
Der gesamte Englisch-Unterricht sollte von Beginn an so weit wie möglich einsprachig englisch ablaufen, so dass die Schülerinnen und Schüler sofort lernen, Alltagssituationen (zu spät kommen, Heft vergessen, Kopfschmerzen u.ä.) in Englisch zu formulieren.
Im Englischunterricht der Klassen 5 und 6 muss der Sachfach-Unterricht ab Kl. 7 zusätzlich zum Stoff des normalen Lehrbuchs vorbereitet werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dazu spezielle Unterrichtsmaterialien und arbeiten z.B. an Projekten mit erdkundlichen, historischen oder gesellschaftspolitischen Themen.
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung hat verbindliche Lehrpläne für den bilingualen deutsch-englischen Unterricht in Erdkunde, Politik und Geschichte herausgegeben.
Im Fach Erdkunde werden die Themen weitgehend auf Englisch erarbeitet; allerdings sollen die Schülerinnen und Schüler auch die deutschen Fachbegriffe kennen. Im Geschichts- und Politikunterricht sind Phasen in deutscher Sprache, bedingt durch Themen und Quellen, häufiger.
Als Grundlage stehen den bilingualen Klassen Schulbücher aus Großbritannien und den USA, aber auch spezielle Materialien für den bilingualen Fachunterricht aus deutschen Verlagen zur Verfügung.
Die bilingualen Sachfächer sind sog. mündliche Fächer. Bei der Benotung steht das fachliche Können im Vordergrund, die fremdsprachliche Leistung wird zusätzlich erbracht.
In der Regel unterrichten im bilingualen Unterricht solche Lehrkräfte, die die Lehrbefähigung für die Fremdsprache und das entsprechende Sachfach besitzen. Empfohlen wird auch der Einsatz von Lehrkräften, deren Muttersprache die Unterrichtssprache ist.
Die Einrichtung einer bilingualen Klasse muss durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung genehmigt werden.
An unserer Schule gibt es die Genehmigung für eine Klasse pro Jahrgang; melden sich mehr Schülerinnen und Schüler an als in einer Klasse aufgenommen werden können, so behalten wir uns die Auswahl vor.
In der Sekundarstufe II unseres Gymnasiums führen die Schüler/innen in der Jahrgangsstufe 11 neben dem Grundkurs Englisch Erdkunde als englischsprachiges Sachfach weiter, außerdem belegen sie das Fach Sozialwissenschaften (Wirtschaftswissenschaft) als englischsprachiges Sachfach. Damit haben sie die Möglichkeit, auch an einer Ausbildung Fremdsprachenkorrespondenz / Wirtschaftsenglisch teilzunehmen. Ab der Jahrgangsstufe 12 belegen die Schüler/innen einen Leistungskurs Englisch. Das Sachfach Erdkunde wird bilingual weitergeführt und ist Abiturfach.
(Weitere Informationen zum bilingualen Bereich stehen als
Download zur Verfügung)
Fremsprachenkorrespondenz / Wirtschaftsenglisch
Dieser Kurs wird auf einer eigene Seite dargestellt: hier klicken!
Englische Theater-AG
Wenn möglich, wird im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft eine englische Theater-AG für die Unter- und Mittelstufe angeboten. Es kommen selbst geschriebene Stücke oder in einfachem Englisch erhältliche Theaterstücke zur Aufführung. Das Auswendiglernen der Texte, die Erarbeitung einer Rolle und der dafür notwendige spielerisch-kreative Umgang mit den Texten, die immer wieder geprobten und ausgefeilten Dialoge führen zu einer fast selbstverständlichen Flüssigkeit im Gebrauch der Fremdsprache. Nach und nach geht das Gefühl, sich in der Fremdsprache ausdrücken zu müssen, verloren, die Konzentration der Schüler/innen verlagert sich auf die Gestaltung der Rolle. Sprache ist nicht mehr Schulfach, sondern Ausdrucksmittel.
Französisch als zweite bzw. dritte Fremdsprache
An unserem Gymnasium wird Französisch in der 7. Klasse als zweite (6- oder 4-stündig) und in der 9. oder 11. Klasse als dritte Fremdsprache (4-stündig) angeboten.
Warum man Französisch lernen sollte? Dafür sprechen viele gute Gründe:
Deutschland und Frankreich sind Nachbarn im Zentrum Europas. In vier unserer westlichen Nachbarländer wird Französisch gesprochen, über 2000 Kommunen aus Deutschland und Frankreich sind durch Partnerschaften miteinander verbunden. (Auch unser Gymnasium steht seit Jahrzehnten mit zwei französischen Collèges in Briey und La-Roche-sur-Yon in freundschaftlicher Verbindung.)
Wirtschaftlich gesehen eröffnet die französische Sprache große Chancen für den beruflichen Erfolg: Frankreich und Deutschland sind die beiden wichtigsten Wirtschaftspartner in Europa. Bei den Fremdsprachen, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt gefragt sind, liegt Französisch mit weitem Abstand vor den anderen Sprachen an der zweiten Stelle hinter Englisch. Darüber hinaus sprechen weltweit mehr als 160 Millionen Menschen Französisch, die Sprache wird in den meisten internationalen Organisationen gebraucht.
Aber der Nutzen von einer Fremdsprache liegt natürlich nicht nur auf dem ökonomischen Gebiet: durch Sprachen entdeckt man andere Kulturen, andere Lebensstile, andere Mentalitäten, lernt andere Menschen kennen und verstehen, wir können so unser gemeinsames Europa aufbauen und Vorurteile abbauen.
Über die Schönheit der französischen Landschaften und die Vorzüge der französischen Küche, die Kunst, die Literatur, die Musik, die Filme .... zu sprechen, ist wohl nicht nötig, das ist jedem bekannt.
Was die Wahl von Französisch als dritte Fremdsprache ganz speziell betrifft, so sollte das Fach von Schülern und Schülerinnen gewählt werden, die generell Spaß am Sprachenlernen haben und bereit sind dafür zu arbeiten. Ein Vorteil ist es jetzt, auf das Wissen der vorher gelernten Sprachen (hier besonders Latein) zurückgreifen zu können, etwa was Lerntechniken, Wortschatz und grammatische Prinzipien betrifft. Daher können in der Regel schnellere Lernfortschritte erzielt werden, zumindest beim Lesen und Hörverstehen.
Auch für Französisch als dritte Fremdsprache stehen die Austauschprogramme offen, eine Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist möglich, und auch die Prüfungen für das DELF können vorbereitet werden.
Auf jeden Fall heißt eine weitere moderne Fremdsprache zu beherrschen auch immer, auf dem Arbeitsmarkt einen zusätzlichen Trumpf in der Hand zu haben.
DELF - DALF
DELF: Diplôme d'Etudes en Langue Française und DALF: Diplôme Approfondi de Langue
Française sind die einzigen national und international anerkannten Sprachdiplome für Französisch als Fremdsprache.
Das DELF bescheinigt den Prüflingen, dass sie sich in alltäglichen Situationen mündlich und schriftlich auf Französisch ausdrücken können.
Bei der Prüfung handelt es sich um einzelne Einheiten (DELF A1 - A4; DALF A5 und A6), jede erfolgreich belegte Einheit ist weltweit unbegrenzt gültig. Die Einheiten können in selbst gewählter Reihenfolge belegt werden und sind wesentlicher Bestandteil des neuen "Sprachenpasses". Prüfungsort sind die Instituts Français, für uns das Institut Français in Köln.
Schüler der Klasse 9 beispielsweise, die mit Découvertes arbeiten, sind in der Lage, die Aufgaben von DELF A1 - A2 mündlich und schriftlich zu bewältigen. Geforderte Fähigkeiten: über sich selbst sprechen, Personen beschreiben und charakterisieren, nach Auskunft fragen und sich orientieren, einen kurzen Brief schreiben, die Meinung anderer identifizieren, seine eigene Meinung äußern und vertreten, seine Gefühle mitteilen.
DALF ist auf das Universitätsstudium ausgerichtet. Der Inhaber des DALF ist von Eingangssprachtests an allen französischen Universitäten befreit.
Zur Vorbereitung des DELF gibt es an unserer Schule eine AG.
Bundeswettbewerb Fremdsprachen Französisch
Seit mehreren Jahren stellen Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Kerpen sich dem Einzelwettbewerb im Fach Französisch, in der Regel kommen die Teilnehmer aus Klasse 10, bisweilen haben auch schon Schüler der Klasse 9 am Wettbewerb teilgenommen.
Die Prüfungen finden jährlich Ende Januar statt und erstrecken sich über einen ganzen Vormittag. Gefordert sind Aufgaben zum Hörverstehen (z.B. ein kurzer Text oder ein Chanson, zu dem im Anschluss Fragen gestellt werden), zum Erzählen (z.B. Beschreibung eines Bildes), es muss ein kleiner Aufsatz zu einem vorgegeben Thema geschrieben werden, ein Lückentext ist auszufüllen. Außerdem muss der Teilnehmer einen Lesetext auf Kassette sprechen; dieser Text wird vorher zugeschickt und kann zu Hause eingeübt werden. - Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb kann man die Aufgaben der Vorjahre im Internet (www.bubev.de) abrufen.
Jeder, der mitmacht, erhält eine Urkunde, besonders erfolgreiche Teilnehmer erhalten auch Geld- und Sachpreise.
Lateinunterricht am Gymnasium der Stadt Kerpen
Einen solchen Wandel wie das Fach Latein haben nur wenige Unterrichtsfächer in den letzten zehn Jahren erlebt - und dies gilt auch für den Lateinunterricht an unserer Schule. Nach wie vor bestimmt den Unterricht zwar die Auseinandersetzung mit lateinischen Texten - aber das reine Sprach- und Literaturfach hat sich weiterentwickelt zu einem umfassenden Kulturfach, das in der Auseinandersetzung mit der Antike Perspektiven für die Auseinandersetzung mit der Gegenwart, mit der eigenen Kultur und Sprache anbietet. Die Beschäftigung mit Themen insbesondere der römischen, aber auch der griechischen Kultur, erlaubt einen selbstkritischen Blick auf unsere Zeit. Im Spiegel der Vergangenheit erkennen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Unterschiede zur Moderne, sondern auch eine Fülle von Grundbedingungen der menschlichen Existenz, die nur geringem Wandel unterliegen. Im Zusammenhang mit diesem erweiterten Blickfeld muss man auch den Wechsel des Lehrbuches sehen: seit 1995 unterrichten wir mit dem KLETT-Lehrwerk OSTIA ALTERA, das sehr gut den Anforderungen der neuen Richtlinien für die Sekundarstufe I genügt. Ausgezeichnetes Bildmaterial und informative ergänzende Texte in deutscher Sprache lassen die Schüler zusammen mit den zentralen lateinischen Texten tief in den Alltag der römischen Welt und in wesentliche historische Ereignisse eintauchen. Sicherlich gilt nach wie vor - vor dem Erfolg steht die Mühe: die 2 ½ zentralen Jahre des Spracherwerbs verlangen von den Schülerinnen und Schülern vor allem eine konzentrierte Lernhaltung, Fleiß und eine kontinuierliche Mitarbeit.
Nach der Spracherwerbsphase, die vom Beginn der Jahrgangsstufe 7 bis etwa in die Hälfte der Klasse 9 reicht, verlassen wir das Lehrwerk und treten in die sogenannte Übergangslektüre ein: das erste Mal lesen die Schülerinnen und Schüler einen umfangreicheren lateinischen Originaltext. Mit großem Erfolg haben wir in den letzten Jahren die "Geschichte von Joseph und seinen Brüdern" aus der lateinischen Version des Alten Testaments gelesen - nicht so sehr als theologischen Text, sondern als eine spannende Erzählung, die ihre Leser glänzend unterhält und über die Welt des frühen Judentums informiert. In der Klasse 10 schließt sich im 1. Halbjahr die Lektüre von Passagen Caesars "De bello Gallico" an, die nicht der Verherrlichung eines großen Feldherrn dient (wie man den Text über Jahrhunderte den Schülern aufgezwungen hat), sondern als politisches Dokument zeigt, wie Caesar seine Leser zu einer bestimmten Bewertung der römischen Okkupation führt, die einen Eroberungsfeldzug als Befriedung darstellt. Ovids Metamorphosen sind das Thema des zweiten Halbjahres der 10: Im wichtigsten erzählerischen Werk der klassischen römischen Literatur begegnen uns die zentralen Mythen der Antike, die in ihrer Symbolsprache Grundwahrheiten der menschlichen Existenz so verbindlich formuliert haben, dass sie bis heute ein Bezugspunkt für Kultur und Kunst sind - wie etwa der Mythos des Icarus.
In der Oberstufe, in der Jahrgangsstufe 11, beschäftigen wir uns zunächst mit einer original überlieferten Gerichtsrede aus der Antike (Ciceros Rede gegen Verres), die tiefe Einblicke in das politische System vermittelt - zugleich aber Kenntnisse im Gebiet der Rhetorik und Fertigkeiten bei der Analyse politischer Reden, die weit über das Fachgebiet hinausweisen. Den Abschluss des Kurses im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 11 bildet eine Unterrichtsreihe zum Thema "Liebe und Partnerschaft in Antike und Moderne - die Rolle von Frauen und Männern in römischer und heutiger Gesellschaft". Vom historischen Text über das Liebesgedicht, vom Sachtext bis zum Modefoto entfaltet sich ein Spektrum, das einen Einblick in den Wandel des immer Gleichen erlaubt. Diese Reihe dient einem pädagogischen Ansatz, der für die Lehrpläne Latein in der Sekundarstufe I und II zentral ist, dem Konzept der "historischen Kommunikation", und er stellt das Gegenstück der Alten Sprachen zum "Interkulturellen Lernen" dar.
Zwar mag die Ausweitung des Lateinunterrichts auf das zweite Halbjahr der Jahrgangsstufe 11 zur Erreichung des Latinums, wie es sie jetzt seit zwei Jahren landesweit gibt, sich aus Sicht der Schülerinnen und Schüler als eine zusätzliche Erschwernis darstellen, auf der anderen Seite aber verlängert sich dadurch auch der Zeitraum, den man nach dem mühsamen Erlernen der Sprache mit interessanten Themen der antiken Welt verbringen kann.
Mit dem Abschluss der 11 mit mindestens der Note 4 haben die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule das (volle) Latinum. Diejenigen, die die 11. Klasse im Ausland verbringen, können zu Beginn der 12 an der Schule die Qualifikation noch erwerben. Auf dem Abiturzeugnis erscheint ohnehin keine Note, sondern nur die Bestätigung des Latinums. Hat jemand leider am Ende der 11 keine ausreichende Leistung in Latein erbracht, wird auf dem Abiturzeugnis aber der "Erwerb von Lateinkenntnissen" bestätigt. Dieser Nachweis reicht für einige Studiengänge, so dass die Jahre an der Schule nicht umsonst gewesen sind.
Spanisch als dritte Fremdsprache ab Klasse 9
oder ab Klasse 11 als zweite oder dritte Fremdsprache
Das Fach sollte von Schülerinnen und Schülern gewählt werden, die Spaß am Fremdsprachenlernen haben, denn es ist sinnvoll, so früh wie möglich mehrere Fremdsprachen zu erlernen, da
mit Blick auf das Zusammenwachsen in Europa in jedem Beruf Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen (neben Englisch) von Bedeutung sein werden;
nach wissenschaftlicher Erkenntnis das Erlernen von Fremdsprachen in jungen Jahren leicht fällt;
weil auf das Wissen aus den vorgelernten Fremdsprachen, insbesondere aus den romanischen, zurückgegriffen werden kann (Lerntechniken, Wortschatz, grammatische Prinzipien);
demzufolge ein steilerer Lernfortschritt erzielt werden kann, zumindest im rezeptiven Bereich, d.h. beim Lesen und Hörverstehen;
die Lernenden nicht nur viel über Spanien, sondern darüber hinaus über die Kulturen in Mittel- und Südamerika sowie über die hispanics in den USA erfahren;
Schülerinnen und Schüler mit den jungen Leuten in unseren Partnerschaftsprojekten (Corinto/Nicaragua und José Gálvez/Lima) in lebendigem Austausch über Briefe, Film, Hörkassette (und in Zukunft auch e-mail) stehen;
am Ende der 10. Klasse oder zu Beginn der Jahrgangsstufe 11 eine Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen möglich ist, was mit Blick auf das Europäische Portfolio der Sprachen einen wichtigen Baustein ausmacht;
sich außerdem die Schülerinnen und Schüler, die Spanisch in der Mittelstufe belegen, in der Oberstufe auf das international anerkannte Sprachdiplom "Diploma Básico de Español" an unserer Schule vorbereiten und dieses ablegen können.
Arbeitsgemeinschaft Spanisch in der Oberstufe (Zertifikatskurs)
hat das Ziel, auf die Prüfung zur Erlangung des Diploma Básico de Español vorzubereiten.
Die Arbeitsgemeinschaft ist mit dem neuen Schuljahr 1999/2000 eingerichtet worden und wird eine Dauer von zwei Schulhalbjahren haben. Sie schließt erstmals ab mit der Prüfung zum Diploma Básico im Mai/ November 2000. Dem Prüfungstermin soll zusätzlich ein intensives Arbeitswochenende zur unmittelbaren Vorbereitung vorausgehen. Mit dem jeweils neuen Schuljahr beginnt eine neue Arbeitsgemeinschaft.
Das Diploma Básico ist eine weltweit anerkannte, vom Spanischen Erziehungsministerium seit 1989 über die Universität Salamanca abgenommene Prüfung, die nach Einschätzung von ALTE (Association of Language Testers in Europe), die die Vergleichbarkeit von Examina auf Europäischer Ebene prüfen, auf dem Niveau des Independent User (Stufe 3 von 4 möglichen) liegt.
Vorbereitungsmaterialien der Universität Salamanca sowie Modelle früherer Prüfungen liegen - nebst selbst erstelltem Material - vor.
Die Tertiärsprachen finden z.Zt. in der Schulpolitik angesichts der geforderten Mehrsprachigkeit für Europa (möglichst noch eine 4. Fremdsprache am Gymnasium) besondere Beachtung. Zu erwähnen ist an dieser Stelle der vom Europarat geplante europäische Sprachenpass "Portfolio", der zur Zeit in NRW in der Erprobung ist.
Die Ministerin für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW hat zudem auf der Fachtagung "Sprachenlernen für Europa - Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Bereich fremdsprachlichen Lernens" in Bonn am 18.2.1999 ausdrücklich gesagt: "Auf dieser Linie liegen auch unsere Bemühungen, international gültige Zertifikate für das Sprachenlernen stärker in der Schulwirklichkeit zu verankern."
Im Europäischen Jahr der Sprachen 2001 wird dem Thema Zertifizierung zudem ein breiter Raum gewidmet. Die an unserer Schule gemachten Erfahrungen sollen vorgestellt werden und anderen Schulen Mut machen, ähnliche Projekte in Angriff zu nehmen.
Das Angebot der Vorbereitung auf das Diploma Básico de Español zielt auf folgende Gruppen von Schülerinnen und Schüler:
Teilnehmende eines Leistungskurses Spanisch in der Jahrgangstufe 12 und Teilnehmende eines aus der Jahrgangsstufe 9 weitergeführten Grundkurses bei guten Leistungen;
Personen, die nach der 10. Klasse das Fach Spanisch nicht weiterführen, in der 12 aber dann doch noch ihre Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache vertiefen wollen und bereit sind, intensiv zu arbeiten.
Aufgrund der bereits gemachten Erfahrungen ist ein solches zusätzliches Zertifikat von Vorteil für solche Schülerinnen und Schüler, die nach dem Abitur nicht studieren, sondern direkt einen Beruf anstreben. Die Vorlage dieser Zusatzqualifikation, aus der anders als beim Abitur alle vier Fertigkeitsbereiche deutlich hervorgehen, ist ein deutlicher Pluspunkt für die Bewerbenden.
Bundeswettbewerb Fremdsprachen Spanisch
Seit 1998 nehmen erstmals am Gymnasium Kerpen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 10 am Einzelwettbewerb Spanisch des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen teil, der jedes Jahr im Januar stattfindet. Die Zahl derer, die sich dieser Herausforderung stellen, wird immer größer. Das ist erfreulich, denn die Aufgaben sind doch recht anspruchsvoll, wenn man bedenkt, dass die Schülerinnen und Schüler bereits nach nur anderthalb Jahren Spanischunterricht in diesen Wettbewerb gehen.
Die Prüfungen des Bundewettbewerbs erstrecken sich über einen ganzen Vormittag und enthalten Aufgaben zu allen vier Fertigkeitsbereichen, nämlich: Lese- und Hörverstehen, kreatives Schreiben und Sprechen.
Alle Teilnehmenden erhalten eine Urkunde über ihr Engagement und die ersten Preisträger und Preisträgerinnen neben einem kleinen Buchgeschenk auch einen Geldbetrag.
Zwei Preisträgerinnen 2003 können hier bewundert
werden!
Spanisch-AG für Anfänger
Im Schuljahr 1998/1999 wurde an unserem Gymnasium erfolgreich eine Arbeitsgemeinschaft "Begegnung mit Spanisch" durchgeführt, in der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 5, 6 und 7 auf spielerische Art und Weise in diese Sprache eingeführt wurden.
Im Mai 2000 ist in der Zeitschrift des Deutschen Spanischlehrerverbandes "Hispanorama" no. 88 ein Artikel von unserer ehemaligen Referendarin Ruth Moormann erschienen, dem genauere Informationen über Inhalte und Durchführung dieser am Gymnasium Kerpen stattgefundenen Arbeitsgemeinschaft "Begegnung mit Spanisch" zu entnehmen und in dem viele der mit der Schülergruppe erstellten Materialien auch im Bild dokumentiert sind.
Zu der Arbeitsgemeinschaft hatten sich jeweils rund 20 Schülerinnen und Schüler im jeweiligen Halbjahr angemeldet, die sich vornehmlich in Formen mündlicher Kommunikation die ersten Kenntnisse in Spanisch aneigneten. Im Vordergrund standen neben der mündlichen Kommunikation "produktorientierte" Arbeitsformen, so dass die Lernenden am Ende einer Unterrichtsphase ein konkretes Ergebnis "in Händen halten" konnten, wie etwa einen ersten kleinen Reiseführer, ein Domino-Spiel oder selbst erstellte Poster und Plakate. Selbst das Lied von den "Fleißigen Waschfrauen" wurde bei Beibehaltung der Melodie mit einem spanischen Text unterlegt, damit sich auf diese Weise die Namen für die verschiedenen Kleidungsstücke einprägten.
In der Arbeitsgemeinschaft sollen die Schülerinnen und Schüler auf spielerische Weise mit der spanischen Sprache bekannt gemacht werden, aus der sie häufig schon - bedingt durch Ferienaufenthalte in Spanien - einige Worte kennen und sprechen können.
Durch Kurzformeln, Reime, einfache Lieder prägen sich weitere Worte in der neuen Fremdsprache ein. Durch Realien und die Erstellung eigenen Spielmaterials wird ein kreativer Umgang mit der neuen Sprache vollzogen. Falls möglich, sollen kleine thematische Einheiten in szenisches Spiel münden.
Außerdem erfahren die Kinder in der AG etwas über Sitten und Bräuche sowie die Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen nicht nur in Spanien, sondern auch in Lateinamerika. Hier bietet sich die Einbeziehung der neuen Schulpartnerschaft mit der Schule Nuevos Horizontes in Corinto/Nicaragua an.
Die Zahl der Teilnehmenden sollte auf 15 beschränkt sein. Falls sich mehr Kinder melden, ist denen aus der 7. Klasse der Vorzug zu geben.
Russisch-AG
Die Russisch-AG ist in erster Linie für die Teilnehmer/innen an den Austauschprogrammen mit St. Petersburg und Wolgograd eingerichtet. Es wird die kyrillische Schrift gelernt, mit Russland per e-mail korrespondiert, im russischen Internet gesurft. Die Teilnehmer/innen werden auf Menschen und Situationen in Russland und insbesondere in den oben genannten Städten vorbereitet, gegebenenfalls durch Arbeit an Projekten; insofern werden auch die Sprachfertigkeiten geübt.
Schwedisch-AG
Seit über 10 Jahren nehmen Schüler am Gymnasium Kerpen an der Schwedisch-AG teil. In dieser AG lernen die Schüler zunächst einmal elementare Sprachkenntnisse, die es ihnen ermöglicht, sich als Touristen in Schweden zu verständigen. Dazu zählen Fähigkeiten wie z.B. sich vorzustellen, nach Wegen zu fragen, bis hundert zu zählen u.v.m. Da die schwedische Sprache sehr an das Mittelhochdeutsch gebunden ist, lassen sich sehr schnell sprachliche Regeln erkennen, die es den Schülern leicht machen, die fremden Vokabeln zu lernen. Die Grammatik ist insofern sehr einfach, da das Schwedische für alle Personalformen nur eine Konjugation vorsieht (spätestens hier bekommen alle deutschen Schüler Mitleid mit den Ausländern, die unsere Sprache erlernen). Alles in allem macht das Lernen viel Spaß, da wir ein gutes Unterrichtsbuch haben und zu allen Übungen Hörkassetten vorhanden sind.
Aber das ist natürlich noch nicht alles, was Schüler in dieser AG lernen. Was wäre Schweden ohne seine berühmten Feste, die jedes Jahr mit viel Engagement und nationalem Eifer gefeiert werden und das Kalenderjahr in wunderbarer Weise gestalten. Jeweils zu den einzelnen Jahreswenden wird traditionell gefeiert, das berühmteste Fest ist wohl das Mittsommerfest. Da das Singen zum Feiern gehört, werden auch einige Nationllieder besprochen und gesungen.
Darüber hinaus bekommen die Schüler Einblicke in prägende geschichtliche Daten und Phasen, von der sagenumwobenen Wikingerzeit bis hin zur Christianisierung, über die Wasazeit ( Gustav Wasa hat im 16. Jahrhundert die Grundlagen des schwedischen Nationalstaates gelegt) bis zur heutigen Politik.
Nicht zu vergessen ist die Bedeutung der schwedischen Natur. Hierbei konzentrieren wir uns auf die Region Österlen in Südschweden, wo auch unsere Partnerschule Friaborgsskolan beheimatet ist. Die Natur ist hier noch unberührt, die Wälder und insbesondere die Strände zeugen von einer Schönheit und Klarheit, die wir bei uns nicht mehr finden können. Nicht umsonst fühlen sich davon jährlich so viele Touristen angezogen.
Aber Schweden soll ja mit allen Sinnen erfahren werden! Deshalb wird in der Schwedisch-AG traditionell gekocht (das berühmte Nationalgericht Köttbullar) und gebacken (zu Ostern gibt es traditionell so ein Krapfen-Gebäck)! Bisher hat es immer allen geschmeckt.
Die einzelnen Unterrichtsinhalte werden (wenn man von den lukullischen Ergebnissen absieht) für jeden Schüler in einem Ordner festgehalten, den er auch nach Wahl mit schönen Naturbildern etc. noch weiter ausgestalten kann. Somit wird die Schwedisch-AG hoffentlich in bleibender Erinnerung sein und vielleicht Anstoß geben für einen späteren Austausch oder Ferienaufenthalt!