SUCHTPRÄVENTIONSWOCHE der 7. Klassen 2008
Juni 08
Die Fotos:
In der Zeit vom 16. bis zum 23. Juni 2008 fand am Gymnasium der Stadt Kerpen zum wiederholten Male für 241 Schülerinnen und Schüler die Suchtpräventionswoche der Jahrgangsstufe 7 statt.
Das Konzept der Drogenprophylaxe besteht aus vier verschiedenen, aber sich ergänzenden Bausteinen:
Förderung der Klassengemeinschaft
Fachspezifische Hintergründe zum Thema „Sucht“
Erfahrungsberichte ehemals Abhängiger durch PRO VITA
„Hol dir den Kick woanders“
Um die Klassengemeinschaft zu stärken (Punkt 1), mussten die Schülerinnen und Schüler unter anderem einen Erlebnisparcours bewältigen. Hier ging es darum, gemeinsam Aufgaben zu bewältigen, die nur durch gute Zusammenarbeit zu erfüllen waren. So spielten die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel ein menschliches Transportband, welches erstarrte Mitschüler transportieren sollte. Auch das Überqueren des tödlichen Amazonas mit lediglich 8 Holztafeln, die zu keinem Zeitpunkt unberührt bleiben durften, bedeutete für die ein oder andere Klassengemeinschaft eine große Herausforderung.

Menschliches Förderband im Rahmen des Erlebnisparcours
Bei einem weiteren Projekt, dem Leonardo-Projekt, ging es darum, eine Brücke aus 21 Dachlatten zu bauen. Die Anstrengung war groß, zumal Befestigungsmöglichkeiten wie Nägel oder Seile nicht zugelassen waren. Auch bei dieser Übung stand erneut der Teamgeist und entsprechend die Klassengemeinschaft im Vordergrund (Punkt 1).
Die Aufklärungsarbeit (Punkt 2) fand in diesem Jahr Unterstützung durch Herrn Winkhold von der Kreis-Polizeibehörde Rhein-Erft-Kreis, Beauftragter der Sucht- und Drogenprävention, der aus der Perspektive der Polizei weitere fachspezifische Hintergründe (sachorientierte Stoffkunde, rechtliche Konsequenzen, Vorgehen der Polizei) lieferte.
Auch in diesem Jahr galten die Erfahrungsberichte ehemals Abhängiger (Punkt 3) als Highlight. Hier konnten die Schülerinnen erfahren, wie der Weg in eine Sucht und auch der Weg aus einer Sucht aussehen kann.
Zum Abschluss der Suchtpräventionswoche konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Workshops (Punkt 4) wie z.B. Bogenschießen, Turmspringen, Trommeln usw. wählen, sodass sie zum einen erfahren konnten, dass man „einen Kick“ auch durch Sport oder andere Hobbys erreichen kann und auch, dass das „NEIN-SAGEN-KÖNNEN“ (beispielsweise der Sprung vom 10-Meter-Brett) eine innerliche Herausforderung bietet. Zum anderen lernten die Schülerinnen und Schüler innerhalb dieser Workshops verschiedene Formen der Freizeitgestaltung kennen.
Andrea Dunkel und Anna Moraw