Suchtprophylaxe
9.7.10
Die siebenten Klassen machen in dieser Woche interessante Erfahrungen: Wie fühlt es sich an, wenn man unter erheblichem Alkoholeinfluss Auto Fährt? Nein, nein, keine Angst, es wurde kein Tropfen Alkohol getrunken und das Auto war in Wirklichkeit ein Dreirad. Wenn man dieses Dreirad allerdings mit einer riesigen, verzerrenden und vernebelnden Brille auf der Nase unfallfrei durch einen komplizierten Parcours steuern musste, dann geriet man in ziemliche Schwierigkeiten. Das Ganze "in Echt" könnte zu einer Katastrophe führen - jetzt hat das jeder kapiert! Auch zu Fuß war man mit der Brille nicht mehr sehr sicher unterwegs. Und die Feinmotorik war arg eingeschränkt. Wenn man das hinter sich hatte, beantwortete man gerne den Fragebogen zu den Gefahren des Alkohols.
Eine erfolgreiche Gruppe mit ihrer Da-Vince-Brücke
Auf den Sportanlagen derweil fragten sich manche Schüler gelegentlich: Was hat das denn mit Sucht zu tun? Zum Beispiel der Bau einer "Da-Vinci-Brücke", ausschließlich aus geschliffenen Kanthölzern, ohne Nägel, Seile, Klebstoff. Oder das Steigen durch die überdimensionalen Löcher eines riesigen Netzes. Im anschließenden Gespräch wurde schnell klar: Nur gemeinsam konnte man das schaffen, Einzelkämpfer haben keine Chance. Und vorheriges Nachdenken und Planen hilft! Und schnell wurde klar, dass nicht nur die Mathe-, Sport- oder Deutsch-Cracks hier die Fittesten waren, ungeahnte Organisationstalente konnten hier große Erfolge verbuchen. Das Ziel dieser Aktionen: Solidarität erleben, Selbstbewusstsein stärken. Was das mit Drogenprophylaxe zu tun hat? Nur der Selbstbewusste kann Nein sagen!
Weitere Berichte über die Suchtprophylaxe-Woche folgen!
Bernd Woidtke