SV-Sitzung

15.10.11

 

Fotos

 

Sascha Macherey, der Schülersprecher, begrüßte die Anwesenden und führte zunächst eine Reihe von Wahlen durch. Er selbst wurde als Sprecher wieder gewählt, der amtierende Vorstand ebenso, die SV-Lehrer (Jutta Salz, Hartmut von Boetticher, Bernd Woidtke) und die SV-Vertreter für die Schulkonferenz.

 

Wie wichtig die Vertretung der SV in der Schulkonferenz ist, zeigte die heftige Diskussion zum Thema Mobil-Telefone in der Schule. Die Lehrerkonferenz hatte mit großer Mehrheit den Antrag an die Schulkonferenz geschickt, wonach Handys im Schulgebäude ausgeschaltet sein müssen. Nur außerhalb des Gebäudes dürfen Handys während der Pausen benutzt werden. Dagegen liefen die Schüler Sturm. Mobil-Telefone gehören inzwischen zum Alltag. Gerade Oberstufenschüler, so hieß es, müssen zunehmend jederzeit erreichbar sein, z.B. habe man einen Job und muss zur Planung der Arbeitszeit angerufen werden können. Der SV-Vorstand hatte eine clevere Überlegung ins Spiel gebracht: Es nützt nichts, hier Fundamentalopposition zu betreiben und diesen Antrag rigoros abzulehnen. Vielmehr formulierte man selbst einen Kompromiss-Antrag: Mobil-Telefone sollen im Unterricht ausgeschaltet bleiben, aber in den Pausen auch im Gebäude erlaubt sein. Spielkonsolen aber sollen zu Hause bleiben! Verschiedene Schüler stellten die Bestrafungs-Praxis in Frage (= Konfiszieren des Handys, Rückgabe am darauf folgenden Montag). Das sei illegal, meinte ein Schüler. Alternativen allerdings konnten kurzfristig nicht formuliert werden. Der SV-Antrag fand eine breite Mehrheit und wird nun von den Schüler-Vertretern in der Schulkonferenz eingebracht werden. Das dortige Abstimmungsergebnis kann nur schwer prognostiziert werden: Eltern, Lehrer und Schüler haben je ein Drittel der Sitze in diesem Gremium; es hängt also stark vom Abstimmungsverhalten der Eltern ab. Der politisch gewiefte Sascha Macherey ("Mehrheiten müssen organisiert werden!") hat bereits Kontakt zum Schulpflegschaftsvorsitzenden Klaus Simmat aufgenommen.

 

Der amtierende SV-Vorstand

 

Sascha berichtete außerdem über die Verwendung der Einnahmen des Sponsored Walks, ca. 33.000 Euro. Gelder gehen an das Kerpener Frauenhaus, die Kerpener Tafel, Schließfächer für die Oberstufe vor der Bibliothek, Haiti, Kinderkrebshilfe, Japan, Straßenkinder in Bolivien, den Handicap e.V., das Waisenprojekt Henfop unsere Partnerschule in Nicaragua. Von der Gesamtsummer bleiben noch ca. 25.000 Euro übrig, die in den nächsten Jahren verteilt werden.

 

Ein weiteres Diskussionsthema war die Nikolausaktion. Dabei werden, wie schon in den letzten Jahren, Nikoläuse verkauft, die mit einem Weihnachtsgruß an Freunde in der Schule gegeben werden. Die Zustellung organisiert die SV. Die Diskussion entzündete sich am Vorschlag der SV, fair gehandelte Nikoläuse zu kaufen. Sie sind kleiner als die Aldi-Nikoläuse der vergangenen Jahre. Der SV ist es aber wichtig, auf die Idee des fairen Handels hinzuweisen. Da der Rohstoff Kakao in der Dritten Welt angebaut wird, sind es oft die großen Handelsfirmen, die den Profit machen, die kleinen Bauern aber werden ausgebeutet. Die Idee des fairen Handels sieht vor, dass den Bauern ein angemessener, das heißt höherer, Preis gezahlt wird. Dieser Idee hat sich der SV-Vorstand komplett angeschlossen und ruft die Schülerinnen und Schüler der Europaschule dazu auf mitzuziehen. So kann man seinen Freunden eine Freude machen und gleichzeitig einen wirkungsvollen Beitrag für arme Bauern leisten. Die Mehrheit der anwesenden Schülerinnen und Schüler unterstützte diesen Vorschlag.

 

Zu Beginn des kommenden Halbjahres wird die nächste SV-Sitzung stattfinden. Da einige amtierende Vorstandsmitglieder dann ins Abitur gehen, werden neue Mitglieder für den Vorstand gesucht. Wer Interesse hat, kann sich jetzt schon an Sascha Macherey oder die SV-Lehrer wenden.

 

Bernd Woidtke