SV-Nikolaus-Aktion

Scheckübergabe an Kerpener Tafel

23.12.10

 

Wenn das Foyer überquillt von Schülerinnen und Schülern, wenn sich Hunderte an kleinen Tischen drängen, Kleingeld in der Hand halten, sich über rote Zettel beugen und wild drauflosschreiben: Dann gibt es die beliebte Nikolausaktion der SV. Man kauft einen Nikolaus, schreibt einen Gruß an einen Freund, eine Freundin, vielleicht sogar einen Lehrer, eine Lehrerin - und die SV liefert aus. So auch in diesem Jahr. Zu dem Spaß und der weihnachtlichen Freude kam die Aussicht auf einen happigen Gewinn: 1608,33 € waren es diesmal, der zweithöchste Reingewinn in der Geschichte der Nikolausaktion. Natürlich steckte sich niemand dieses Geld in die Tasche, vielmehr wurde es, wie in den vergangenen Jahren, an die Kerpener Tafel* gespendet.

 

Sascha Macherey, Alexander Winter, Hildegard Diekhans, Manfred Pillen

 

Während des diesjährigen Weihnachtsgottesdienstes der fünften Klassen überreichten Alexander Winter und Sascha Macherey von der SV den Scheck an Hildegard Diekhans und Manfred Pillen von der Organisation Kerpener Tafel. Frau Diekhans, die auch stellvertretende Bürgermeisterin in Kerpen ist, freute sich sehr über die großzügige Spende. Sie verwies darauf, dass die Empfänger der Lebensmittel oft in bitterer Armut leben, trotzdem aber aus Dankbarkeit manchmal selber Weihnachtsgeschenke an die Tafelmitarbeiter geben.

 

Die ergreifende Predigt von Pfarrer Ralf Herbertz und Gemeindereferent Klaus Bilstein hatte die aktuelle Situation in Palästina zum Thema. Yussuf, hinter der israelischen Mauer im Westjordanland lebend, und Mirjam, die im israelischen Gebiet lebt, erwarten ein gemeinsames Kind. Sie können nicht zueinander kommen, weil Yussuf Palästinenser ist und nicht in Israel einreisen darf. Also entschließt sich Mirjam, zu ihm zu gehen, in die Armut, damit das Kind nicht alleine ist. Wem dabei die Zeit der Geburt Jesu Christi in den Sinn kam, hatte die Predigt verstanden. Und dass es wichtig ist, nie die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft zu verlieren.

 

Bernd Woidtke

 

 

*"Im Frühjahr 2007 kam, auf Initiative von Hildegard Diekhans, die Idee einer Tafel für Kerpener Bürgerinnen und Bürger auf. Nach einer Planungsphase von zwei Monaten startete dann am 5. Mai 2007 die erste Lebensmittelausgabe. Wir sind zur Zeit ein Team von 35 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern, in der Trägerschaft des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer (SKFM e.V. im Rhein-Erftkreis). Wir sammeln für Bedürftige einwandfreie und überschüssige Lebensmittel und verteilen diese - bis auf einen symbolischen Beitrag von 50 Cent - kostenlos. 

 

Für das regelmäßige Einsammeln der Lebensmittel stellen wir unsere privaten Autos kostenlos zur Verfügung. Ein breites berufliches und gesellschaftliches Spektrum und eine Bandbreite der Alterszugehörigkeit, vom jungen Erwachsenen bis ins Rentenalter, sind im Team vertreten.

 

Die Kerpener Tafel ist dem Bundesverband Deutsche Tafeln e.V. angeschlossen. Wir sind gemeinnützig, überkonfessionell und überparteilich tätig. Wir versorgen Bedürftige unabhängig von ihrer Nationalität, Religion und ethnischer Zugehörigkeit. Ihre nachgewiesene Bedürftigkeit ist für uns der entscheidende Bezug."

(Aus der Homepage der Kerpener Tafel)