Selbstporträt als Tier in Kaltnadeltechnik

Januar 2008 

 

Die Bilder

 

Allgemein trifft man immer noch auf die Meinung, dass nur naturalistische/mimetische Zeichnungen eine hohe Anerkennung verdienen. Das sind jene Zeichnungen, die ein Motiv „so echt halt – so voll 3d“ (so der übliche Sprachgebrauch von SchülerInnen) in seiner Abbildhaftigkeit erscheinen lassen. Es gibt aber schon seit ca. 100 Jahren den Prozess der Abstraktion in der Kunst- und Bildgestaltung, der nach meiner Beobachtung weniger Anerkennung (bei SchülerInnen) erhält, aber im Zentralabitur als leitendes Thema abverlangt wird. „Das kann ich auch!“ – sind immer wieder vernommene Aussprüche von Schülerseite dazu.

 

Künstlerin: Diana Herber

 

 

Die 11er-Gk4-, Gk6- und Gk7-Kurse haben sich dieser Debatte zeichnerisch-grafisch im Bereich der Druckgrafik gestellt, indem Sie sich selbst als Tier sowohl naturalistisch als auch abstrakt darstellen mussten. Die dabei eingesetzte Kaltnadeltechnik ist ein Tiefdruckverfahren, bei dem mit einer Nadel in eine Platte (wir haben eine Zinkplatte benutzt) geritzt wird. Danach schmiert man eine spezielle Farbpaste über die Platte und somit in die Ritzen und presst die Platte auf einem Papier durch eine Druckpresse. Die tief liegende Farbe der Ritzen wird auf dem Papier abgedruckt – daher ein Tiefdruckverfahren.

 

Allerdings sind die vorhandenen Druckpressen in unserer Schule älteren Jahrgangs  (-lol-)…. verzeiht also hier und da weiße Streifen in den Druckgrafiken … das liegt NICHT an den Fertigkeiten der SchülerInnen!

 

Herzliche kunstpädagogische Grüße

Eure Frau Loffredo