Verena Vandervelt
Forum junger Künstler 2.5.04
Verena Vandervelt ist mit ihren 14 Jahren eine bewundernswerte Pianistin: Sie spielte Werke von Mozart, Grieg, Goldkuhle, Schostakowitsch, Gade, Tschaikowsky, C.P.E. Bach und ihrem Lieblingskomponisten Chopin. Zwei eigene Kompositionen - "Impressionen" und "Papillion" standen ebenfalls auf dem Programm. Bewundernswert, weil sie es schaffte, die große Zahl der Zuschauer in ihren Bann zu schlagen. Und weil sie in ihrer Musik so vollständig versinken konnte wie nur wenige Interpreten in ihrem Alter.

Verena Vandervelt, bemerkenswert: Sie spielt ohne Noten!
Dabei zeigte sie nicht nur ihr solistisches Talent, auch als kammermusikalische Begleiterin bewies sie große Fähigkeiten, etwa bei "Yankele" mit Monika Theil am Saxophon und den Phantasiestücken von Niels Gade mit André Schwerlak an der Klarinette.
Mit ihrer Klavierlehrerin, der Moskauer Klavierdozentin und Pianistin Elisabeth Schenker, spielte sie Tschaikowsky vierhändig, auch das wie selbstverständlich und mit viel Gefühl.
Zusammen mit dem Streichorchester zeigte sie mit "Papillion" ihr kompositorisches Geschick. Auf die Frage: Worin liegt der Unterschied, fremde oder eigene Stücke zu spielen, sagte sie: "Naja, bei eigenen Stücken weiß ich wenigstens, wie sie klingen sollen." Das wusste sie bei den fremden allerdings wirklich auch! Herzlichen Glückwunsch zu dieser herausragenden musikalischen Leistung!
Bernd Woidtke