Verona-Austausch 2010
März 2010
Reiseberichte
Am Freitag, den 19.03.2010, begaben sich 19 Schüler der Klassen 9-11 mit dem ICE von Köln-Deutz auf eine ungefähr 11-stündige Reise nach „Bella Italia“. Pünktlich verließ der Zug den Bahnhof und erreichte nach ca. 5 unendlich scheinenden Stunden München Hbf. Doch keine Zeit zum Trödeln! Schnell ging es zum anderen Gleis und die Reise ging weiter. Während wir uns unserem Ziel näherten, wuchs die Neugierde. Anspannung lag in der Luft. Gegen Abend erreichten wir endlich das lang ersehnte Ziel: Verona. Dort wurden wir von den Austauschpartnern und deren Familien schon erwartet und herzlich mit dem allseits bekannten „Küsschen rechts und Küsschen links“ empfangen. Doch keine Zeit zum Ausruhen, denn schon ging es weiter in die jeweiligen Familien, wo wir unsere erste Nacht verbracht haben.
Früh am nächsten Tag war ein kleiner Stadtrundgang durch das Zentrum von Verona geplant, wo wir uns einige Sehenswürdigkeiten angesehen haben. In einer Musikschule, gab ein italienischer Schüler ein exklusives Konzert nur für uns. Danach wurden wir in deutsch-italienisch gemischte Gruppen eingeteilt, um eine Rallye im Zentrum von Verona durchzuführen. Nachdem der Sieger gekürt wurde, hatten wir ein wenig Freizeit, in der die Meisten mit ihren Austauschschülern in ein Einkaufszentrum zum Shoppen gefahren sind.
Am Sonntag stand uns ein Tag mit unseren Gastfamilien zur freien Verfügung. Diesen Tag nutzten die Meisten um an den in der Nähe gelegenen Gardasee zu fahren. Doch der bewölkte Himmel machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir konnten die schöne Atmosphäre kaum genießen.
Am Montagmorgen sollten wir die Schule unserer Austauschpartner kennen lernen. Dort sahen wir uns Präsentationen der italienischen Schüler über Verona und die Umgebung an. Danach durften die Schüler von Frau Henseler kurz in den Deutsch-Unterricht der 9. Klasse hineinschnuppern. Von dort aus ging es zum Rathaus von Verona, wo wir herzlich vom stellvertretenden Bürgermeister begrüßt wurden. Anschließend ging es zur Besichtigung der Arena, welche aus der Römerzeit stammt. Zusammen gingen wir danach in einer nahe gelegenen Mensa essen. Daraufhin besichtigten wir den Balkon von Julia, inklusive eines Gangs ins Museum. Dieser ermöglichte uns, uns einmal wie Julia (auf dem Balkon) zu fühlen, doch leider blieb unser Romeo aus. Anschließend folgte wieder Freizeit, die von den Meisten zum Bummeln in den kleinen Gassen von Verona genutzt wurde.
Dienstags stand die Besichtigung der Stadt der Liebenden auf dem Programm: Venedig. Dort machten wir einen Rundgang durch das erste jüdische Ghetto. Über viele schöne Brücken hinweg und einer kleinen Überfahrt mit den romantischen Gondeln, erreichten wir nach einiger Zeit die „Piazza San Marco“ mit einem Wahrzeichen von Venedig: den fast 100 Meter hohen „Campanile di San Marco“. Von dort aus hatten wir 2 Stunden Freizeit. Danach nahte die Rückreise nach Verona. Zum Bahnhof zurück gelangten wir durch eine Fahrt über den berühmten Canal Grande mit dem Wassertaxi, wobei wir auch die Rialtobrücke passierten.
Mittwochmorgen ging es wiederum kurz zur Schule. Dort sahen wir uns die Präsentation von deutschen Austauschschülern aus Bremen an. Von dort aus besichtigten, ausnahmsweise nur die deutschen Schüler, das Castelvecchio sowie das Teatro Romano. In der darauf folgenden Freizeit trafen wir auf unsere Austauschschüler, mit denen wir zusammen in eine Bar was trinken gingen. Dies sollte die wohl vorerst letzte Nacht in Italien sein. Schade…
Donnerstags ging es früh zum Bahnhof. Der Abschied nahte. Trotz manchen Komplikationen mit den Familien bzw. Verständigungsproblemen (mit Händen und Füßen geht alles), fiel der Abschied schwer. Und eines steht fest: Die italienische Gastfreundschaft lässt nichts zu wünschen übrig. Jedoch freute sich jeder wieder auf seine vertraute Umgebung und auf das Wiedersehen mit ihren Familien und Freunden.
Nadine Dorow, 10.4
Donnerstag, 18. März, 6:20 Uhr: 19 Schüler des Gymi Kerpen stehen frierend am Bahnhof Köln-Deutz. Warum? Die Frage beantwortet sich als um 6:47 Uhr ein ICE in den Bahnhof einfährt, Endstation München – doch das ist nicht das Ende der Reise, denn das Ziel, das alle kaum noch erwarten können, heißt Verona, Porta Nuova!
Vier Stunden nach München, umsteigen – und als dann weitere 6 Stunden Bahnfahrt durch quatschen, I-pod hören und andere Beschäftigungen überstanden waren, standen wir am Bahnhof und wurden von unseren AustauschschülerInnen stürmisch begrüßt und von den Lehrern in unsere Gastfamilien entlassen. Sobald man zuhause angekommen war gingen auch schon einige mit ihren Austauschschülern in eine Bar um den Abend ausklingen zu lassen, andere blieben zuhause. Später kam man dann zum ersten Mal in den Genuss der echten italienischen Küche, welche so gehaltvoll ist, dass man danach das Gefühl hat für mind. 1 Woche gegessen zu haben – denn das Wort satt scheinen die Italiener nicht zu kennen!
In Verona angekommen gings am nächsten Tag erst mal zum Frühstück in eine typisch italienische Bar, wo wir uns dann mit Cornetti und Milchkaffee stärkten – und nachdem sich auch die Lehrer in der Piazza eingefunden hatten, ging es los: erst eine lockere Führung durch das Zentrum von Verona und anschließend zu einem kleinen Klavierkonzert eines Schülers des ITCG Luigi Einaudi, der Partnerschule. Später dann haben wir eine Stadtrallye rund um die Piazza delle Erbe gemacht; und die Mittagszeit dann konnten wir frei mit unseren Austauschpartnern verbringen und gingen z. B. Shoppen; doch das wirkliche Highlight des Abends sollte später stattfinden, denn ein Discobesuch war geplant, doch anders als in Deutschland, wo wir unter 18 Jährigen meist schon um kurz nach 12 wieder gehen müssen, geht es da erst richtig los, darum gingen wir also um 11 Uhr ins Berfi’s und tanzten die Nacht durch (:
Den Sonntag verbrachten wir mit der Familie. Nachdem wir alle ausgiebig ausgeschlafen hatten – und dank des italienischen Espresso wieder putzmunter waren – trafen sich die Fittesten von uns und fuhren an den Gardasee. Die weniger Wachen verbrachten ihren Tag ganz relaxed mit ihren Austauschschülern. Die Leute am Gardasee gingen die Sache jedoch auch eher ruhig an, wir gingen erst Eis essen und dann am Abend in un ristorante.
Am Montag hieß es dann noch mal: ausgiebiges Sightseeing in bella Verona! Und umso schöner, da das Wetter im Laufe des Tages besser wurde. Wir besichtigten den „Schauplatz“ von Shakespeares weltbekanntem Drama „Romeo und Julia“ - hier in Italien „Giulietta e Romeo“ – und stellten uns auf den berühmten Balcone della „Casa di Giulietta“ (bitte nicht mehr als 5 Personen, Einsturzgefahr) . Außerdem wurden wir im Rathaus von Verona empfangen und von einem Sprecher des Bürgermeisters über Veronas politisches System u.ä. aufgeklärt. Danach folgte eine Besichtigung des Teatro – zwar im Nieselwetter, aber bei Sonnenschein müssen die dort aufgeführten Opern sehr schön sein.
Dienstag hieß es endlich Venezia wir kommen! Kaum in der Wasserstadt angekommen, begrüßte uns auch schon strahlender Sonnenschein, und sobald wir mit einem Eis in der Hand in der Sonne auf dem Markusplatz saßen, die Taschen voll von kleinen Masken und Miniaturgondeln, war der Tag perfekt... natürlich kam auch die Kultur nicht zu kurz: Besuch des jüdischen „Ghettos“ (nicht im Sinn eines sozialen Brennpunktes), und wer wollte konnte in der zweistündigen Freizeit noch eine eigene Besichtigungsrunde drehen.
Am Mittwoch war wieder traumhaftes Wetter, und wir machten uns auf, ein Castello zu besichtigen, diesmal ohne unsere Austauschschüler. Da es unser letzter Tag hier war trafen wir uns mittags alle noch einmal um gemeinsam Pizza zu essen und danach saßen wir noch gemeinsam in einer Bar.
Am Donnerstagmorgen hieß es dann Abschied nehmen – viel zu früh! Nachdem einige Tränen geflossen waren, stiegen die 19 Kerpener Schüler wieder in die Bahn, diesmal Richtung Deutschland ....
Alles in allem war es eine tolle Erfahrung die die meisten von uns nicht missen wollen und jeder Zeit wieder machen würden. Wir haben viel über la dolce vita in Italien gelernt und unsere Gastfamilien und Austauschpartner ins Herz geschlossen. ! Ci piace !
Hannah Axer & Charlotte Vaahsen
Der Italienaustausch mit Verona war eine tolle Erfahrung für uns .Schon bei der Ankunft sind wir alle freundlich begrüßt worden und haben das italienische Temperament kennen gelernt. Dann ging es in die Familien, wo wir herzlich aufgenommen wurden und die sehr gastfreundlich und zuvorkommend waren.
Im Laufe der Tage lernten wir durch viele Exkursionen nicht nur Verona und Venedig kennen, wir machten auch Bekanntschaft mit der italienischen Lebensart und vor allem mit italienischem Essen. Pizza und Pasta den ganzen Tag. Mit Freunden in ein fremdes Land zu fahren, eine andere Lebensweise kennen zu lernen und viele tolle Menschen zu treffen ist eine außergewöhnliche Erfahrung, und der Sprache bringt es auch noch was. Verona ist eine wunderschöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und einem spannenden Nachtleben. Auch der Ausflug nach Venedig hat sich wirklich gelohnt.
Ein Austausch ist eine interessante Art und Weise Städte, Menschen und verschiedene Kulturen kennen zu lernen. Solche Erfahrungen zu sammeln können wir jedem empfehlen.
Alina Schreiter, Simon Riepe & Chiara Rixen