Wo das ARD-Morgenmagazin zu Hause ist

Die Journalismus-AG unserer Schule auf Exkursion beim WDR in Köln

Mai 09 

 

Menschen, die ihr Radio- oder Fernsehgerät einschalten, haben ganz verschiedene Wünsche. Sie wollen wissen, was in der Welt passiert oder wie das Wetter morgen wird. Sie wollen die aktuellen Charts hören oder mit Hilfe zuverlässiger Verkehrsmeldungen schnell ans Ziel kommen. Sie wollen miterleben, wie Siege bei der Formel 1 gefeiert werden oder wie Fußball-Bundesligisten wieder einmal um den Klassenerhalt kämpfen. Sie wollen sich amüsieren oder zu Tränen gerührt sein. Sie wollen dies immer, mal frühmorgens, mal mittags und mal spät in der Nacht.

 

All dies bietet der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit seinem Hauptsitz in Köln. Er bildet die größte Regionalsendeanstalt innerhalb der „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ – kurz: ARD –, zu der auch die Fernsehsender Arte, 3Sat und Phoenix gehören. Rund ein Drittel aller ARD-Sendungen werden vom WDR an mehreren Standorten in ganz Nordrhein-Westfalen produziert. Darüber hinaus bietet der WDR mit sechs Wellen (1Live, WDR 2, WDR 3, WDR 4, WDR 5 und Funkhaus Europa) noch ein umfangreiches Radioprogramm für jeden Geschmack.

 

Die Journalismus-AG bei WDR in Köln; klick auf das Bild, dann wird es groß!

 

Anlässe genug, dass die zum Halbjahr neu formierte Journalismus-AG unserer Schule diesem großen Sender mal einen Besuch abzustatten hatte. Und so machten sich jüngst zwölf Redaktionsmitglieder auf in die Kölner Innenstadt, um im Rahmen einer mehr als zweistündigen Führung den WDR genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Zu Beginn der Führung gab es einen etwa 12-minütigen (Werbe-)Einführungsfilm zu sehen, in dem gezeigt wurde, dass der WDR vor allem informieren, bilden und unterhalten will – und mit welchen Programmen er dies verwirklicht. Anschließend wanderten wir durch lange unterirdische Flure (die Gänge des WDR in der Kölner Innenstadt sind insgesamt rund 16 Kilometer lang!) in ein großes Radiostudio. Dort werden Hörspiele aufgenommen, und das ist gar nicht so leicht wie man denkt. Geräusche müssen in Hörspielen auch echt dargestellt werden, sodass die Zuschauer die Geräusche auch wiedererkennen. Zu diesem Zweck stehen in dem Studio verschiedene Treppenarten, ein Kiesbett, Türe, Wände und schallschluckende Tische zur Verfügung.

 

Als nächstes wurden uns dann einige Kulissen gezeigt, die es im Fernsehen zu verschiedenen Sendungen zu sehen gibt. Auch diese werden direkt beim WDR angefertigt. Denn hier arbeiten nicht nur Redakteure, Reporter und Moderatoren, sondern auch viele Handwerker wie Mechaniker, Schreiner und Tischler.

 

Als letztes kam dann wohl das spannendste des Tages, nämlich das Fernsehstudio, in dem zum Beispiel die Sportschau, das Morgenmagazin oder die Kultursendung „titel thesen temperamente“ aufgezeichnet werden. Es sah so ziemlich anders aus als man sich ein Studio so vorstellt. Zwar zählte das Studio zu den kleineren, dennoch aber war es etwa 250 m² groß. Dort hängen ca. 100 Scheinwerfer an der Decke, und am Rand stehen drei Kameras im Gesamtwert von stolzen 450.000 Euro. Hier wurde uns erklärt, auf welche Weise Sendungen aufgezeichnet werden, wie dafür schon Stunden vorher die Kameras und Scheinwerfer eingestellt werden müssen und wie wenig spontan ist bei solchen Aufzeichnungen – jede Sekunde ist vorgeplant.

 

Die Führung durch den WDR war ein sehr interessantes und spannendes Erlebnis. Man stellt sich sonst gar nicht vor, wie viel Arbeit hinter Hörbüchern, Sendungen und Radiosendern steckt…

 

für die Journalismus-AG:

Hannah Knepper

 

Lust mitzumachen? Die Journalismus-AG trifft sich immer in der A-Woche am Donnerstag um 14.35 Uhr in Raum 145. Im Juni ist eine Exkursion zum „Kölner Stadt-Anzeiger“ geplant.